Volkswagen R zeigt spektakulären Allrad-Golf für die 24h Nürburgring 2027

Von Redaktion motorsportmarkt.de

Volkswagen R will es noch einmal wissen: Die Performance-Marke aus Wolfsburg kehrt 2027 zum legendären 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zurück. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum wird das Unternehmen einen Golf R mit Allradantrieb auf der Nordschleife einsetzen, der in den kommenden Monaten gemeinsam mit Max Kruse Racing entwickelt wird. Mit dem jetzt präsentierten "Golf R 24H", einem Showcar als Vorgeschmack auf das künftige Rennfahrzeug, liefert Volkswagen bereits einen ersten Ausblick.

Die Botschaft hinter dem Projekt ist eindeutig: Volkswagen R möchte sich wieder stärker über den Motorsport definieren, schließlich stand das "R" im Markennamen ursprünglich für "Racing". Zwar war die Marke in den vergangenen Jahren mit sportlichen Serienmodellen und als Partner von Max Kruse Racing auf der Nordschleife präsent, ein echtes Werkssport-Engagement blieb jedoch weitgehend aus – nicht zuletzt, weil die offizielle Motorsportabteilung der Wolfsburger bereits 2020 geschlossen wurde. Nun folgt zumindest ein kleiner Schritt zurück auf die große Motorsportbühne.

"Das 24h-Rennen ist für uns die härteste Bewährungsprobe unter realen Wettbewerbsbedingungen", sagt Reinhold Ivenz, Leiter Volkswagen R. "Der Nürburgring ist zugleich unsere Test- und Entwicklungsstrecke und beim 24h-Rennen treffen wir nicht zuletzt die Menschen, die unsere Leidenschaft für Performance teilen – deshalb passt das Projekt perfekt zu Volkswagen R."

Auf den Golf GTI Clubsport folgt der Allrad-Golf R

Nach drei Jahren mit dem Golf GTI Clubsport schlägt Volkswagen beim Langstreckenklassiker in der Eifel damit ein neues Kapitel auf. Diesmal setzt die Marke auf einen allradgetriebenen Golf R – ein Konzept, das auf der Nordschleife durchaus Potenzial verspricht. Gerade unter wechselhaften Bedingungen könnte der Allradantrieb seine Stärken ausspielen. Man denke nur an den Audi TT-RS, der 2011 in der VLN Langstreckenmeisterschaft für Aufsehen sorgte und sogar einen Gesamtsieg erzielte.

Konkrete technische Details zum Golf R 24H hält Volkswagen bislang allerdings noch weitgehend unter Verschluss. Klar ist lediglich: Die Entwicklung läuft bereits auf Hochtouren. "Mit dem Showcar Golf R 24H machen wir unsere Vision für 2027 frühzeitig greifbar. Die Vorarbeiten für das echte Rennfahrzeug haben bereits begonnen. Auch wenn wir zur Technik noch nicht viel verraten möchten: Die Fans des 24h-Rennens dürfen sich auf den bisher spektakulärsten Golf R freuen", so Ivenz weiter. Dass Volkswagen den Rennwagen bereits deutlich vor seinem eigentlichen Debüt anteasert, zeigt zugleich, wie anspruchsvoll der Weg bis zum Renneinsatz ist. Zwischen einem spektakulären Showcar und einem konkurrenzfähigen 24h-Fahrzeug liegen auf der Nordschleife traditionell zahlreiche Entwicklungsstunden, Testkilometer und Härtetests.

Max Kruse Racing bleibt zentraler Entwicklungspartner

Ein entscheidender Baustein des neuen Projekts bleibt Max Kruse Racing. Das Team hat sich in den vergangenen Jahren als feste Größe im Nürburgring-Umfeld etabliert und kennt die Besonderheiten der Nordschleife bis ins Detail. Mit Benjamin Leuchter sitzt zudem einer der erfahrensten Volkswagen-Entwicklungsfahrer an zentraler Stelle im Projekt. Der Tourenwagen-Pilot ist nicht nur Mitgründer des Teams, sondern auch maßgeblich an der Abstimmung der sportlichen Serienmodelle beteiligt.

Volkswagen verfolgt mit dem Programm gleich mehrere Ziele: Motorsport als Imageträger, technische Erprobung unter Extrembedingungen und eine stärkere emotionale Aufladung der Marke R. Gerade Letzteres dürfte in Zeiten zunehmender Elektrifizierung und wachsender Software-Dominanz eine wichtige Rolle spielen, denn Performance-Marken suchen mehr denn je nach glaubwürdigen Alleinstellungsmerkmalen. Dabei verweist Volkswagen gerne auf frühere Motorsport-Erfolge, etwa die Titelgewinne mit dem Polo R WRC in der Rallye-Weltmeisterschaft oder die Rekordfahrten des ID.R auf der Nordschleife. Nun will Volkswagen mit dem Golf R 24H an diese erfolgreiche Historie anknüpfen.


Bilder: Volkswagen

Zurück zum Magazin
Datenschutzerklärung